Auf der Suche nach dem 21. Jahrhundert

 
Ok, das wird lang.

Die Piraten vor dem Sonderparteitag

Am kommenden Wochende (28./29 Juni 2014) treffen sich die Mitglieder der Piratenpartei in Halle zu einem Sonderparteitag. Er wurde nötig, nachdem Mitte März gleich drei Mitglieder des Bundesvorstands auf einmal zurückgetreten waren und die übrigen drei damit laut Satzung handlungsunfähig zurückgelassen hatten. Vorausgegangen war ein monatelanger Streit um die Ausrichtung der Partei, piratentypisch gespickt mit diversen „Gates“, also Parteiskandalen (Bombergate, Flaggengate, etc.). Entsprechend desolat war zuletzt auch die Außenwahrnehmung der Partei und die Wahlergebnisse: Nur noch 1,4 % wählten uns bei der Europawahl, auch weil sich erhebliche Teile der Partei weigerten, unter den oben beschriebenen Rahmenbedingungen überhaupt Wahlkampf zu betreiben. Vermutlich stellt der kommende Sonderparteitag für die Piraten die letzte Ausfahrt vor der (verdienten) Bedeutungslosigkeit dar.

Allerdings lässt das Parteiengesetz für einen durch Rücktritte erzwungenen Sonderparteitag keine andere Tagesordnung zu als eben Neuwahlen. Der ungelöste und die Partei zerreißende Richtungsstreit tritt daher nur personifiziert durch die jeweiligen Kandidaten in Erscheinung, eine intensivere Debatte über Perspektiven und programmatische Ausrichtung steht – zumindest offiziell – nicht auf der Tagesordnung. Sie ist aber dringend notwendig und wird „nebenher“ auch seit längerem in diversen Blogs oder auch Veranstaltungen parteinaher Organisationen wie Peira geführt.
 

Zweimal 20. Jahrhundert

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