Demokratie auf Ramschniveau

Was haben wir Piraten in Niedersachsen nach der „unvollendeten“ Aufstellungsversammlung in Wolfenbüttel an öffentlicher Häme und Spott einstecken müssen. „Wie viel Dilettantismus verträgt das Land?„, fragte etwa Dominik Rzepka auf dem Onlineportal des ZDF: „Was, wenn dann über 29 Milliarden Euro für spanische Banken entschieden werden muss? Verträgt Deutschland so viel Dilettantismus?“
Und dann gestern das Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Das gerade ein paar Monate alte „neue“ Wahlrecht ist verfassungswidrig. Weiterlesen

Matussek gibt den Troll

[Ebenfalls ein Text, den ich schon vor einigen Wochen schrieb und für den ich bisher kein Plätzchen fand, und ihn daher nun hier zur Eröffnung meines Blogs veröffentliche.]

Laut Godwins Law tendiert mit zunehmender Dauer einer Diskussion die Wahrscheinlichkeit, dass einer der Diskutanten einen Nazivergleich bringt, gegen eins. Da Nazivergleiche in Diskussionen, die NICHT den Nationalsozialismus zum Gegenstand haben, fast immer unangemessen sind, hat derjenige, der so einen Vergleich anstellt, sich normalerweise als Troll erwiesen. Im Spiegel 23/4.6.12 hat in diesem Sinne Matthias Matussek den Troll gegeben. Vor Wochen noch galt der von Medien und Politik erhobene Faschismusvorwurf einzelnen Mitgliedern der Piratenpartei und deren teilweise tatsächlich höchst fragwürdigen Äußerungen. Unter der Überschrift „Der neue Mensch“ zielt Matussek nun auf die Partei und die sie tragende Bewegung insgesamt – und lässt dabei keinen denkbaren Tiefschlag aus. Weiterlesen

Austritt aus der Partei „DIE LINKE“

[Der Text ist schon älter, aber bisher unveröffentlicht und eignet sich glaube ich sehr gut für die Eröffnung meines Blogs.]

Göttingen, 5. März 2012

Liebe Genossinnen und Genossen,
 
hiermit erkläre ich nach mehrjähriger Mitgliedschaft meinen Austritt aus der Partei „DIE LINKE“.
 
Nachdem ich in den ersten Jahren recht aktiv war, bin ich nun schon seit längerem nur noch passives Mitglied. Dies wollte ich zuletzt wieder ändern, musste aber feststellen, dass sich die LINKE zu sehr von meinen Vorstellungen fortentwickelt hat. 
 
Kurz gesagt: Die LINKE ist in meinen Augen mehr und mehr zu einer strukturkonservativen Partei geworden. Ich kann in ihr nach wie vor einen wichtigen Akteur des sozialen Widerstandes erkennen, aber keinen der sozialen Veränderung, geschweige denn Erneuerung.
 
Etwas länger: Seit Marx galt es innerhalb jeglicher linker Strömung immer als Selbstverständlichkeit, dass der Kapitalismus nicht auf Dauer Wohlstand für alle würde sichern können. Trotz fragloser Erfolge bei der Steigerung der Produktivkräfte und zwischenzeitlich auch besser gelungener Integration durch Umverteilung würden früher oder später seine destruktiven Kräfte wieder die Oberhand gewinnen. Die „Rechte“ dagegen behauptete seit jeher, das kapitalistische Wohlstandsversprechen gelte für alle. Weiterlesen

Hallo Welt!

Ahoi, mein erster Eintrag in meinen neuen Blog. 🙂 Im Moment lerne ich noch die ganzen Funktionen von WP, mehr gibt’s daher erst später.

EDIT: Als ersten Testartikel habe mich meine Austrittserklärung aus der Partei DIE LINKE eingestellt. Der Text ist vom März 2012, also einige Monate alt, aber da ich bisher nicht wusste, wohin damit, ist er nun hier gelandet.